anotherfreds Sets erkennt man an zwei Dingen: nassen Shirts und breitem Grinsen. Der DJ aus Bochum spielt funky Hardgroove und Hardhouse, schnell, percussiv und mit Ghetto-Vocals obendrauf. Wer ihn hinter den Decks sieht, merkt schnell, dass der Spaß echt ist. Und der steckt an. Gute Samples aus alten und neuen Songs landen bei ihm meistens im nächsten Set. Vollgas gibt er trotzdem nicht durchgehend: Pausen setzt er bewusst, damit der Peak danach richtig sitzt. Das Timing dafür kommt aus sieben Jahren hinter den Decks. Zu Hause ist er in der Bochumer Szene. Bei der Reihe HEIM fing es mit einem Newcomer-Contest an, inzwischen hat er dort mehrfach gespielt, in der Rotunde, im Klub Kurt und im Schlegel. In den Garagen in Köln hat er im Newcomer-Slot überzeugt und wurde wieder gebucht, und im snrs in Dortmund spielte er die Community Night. Eng verbunden ist er mit Transition im Schlegel, einer Reihe, die er mit zwei befreundeten Veranstaltern mitgestaltet. Die Idee: zum Beispiel von 90ern zu elektronischer Musik kommen, ohne sich auf ein Genre festzulegen, und sich einfach drauf einlassen. Anfang 2026 spielte er dort die Primetime, die Stimmung hat gekocht, und spätestens da war klar, dass er genau das machen will. Angefangen hat er mit 15 auf den Geburtstagen im Freundeskreis angefangen aufzulegen. Techno lief bei ihm ab etwa 2020 lange nur privat, weil er damit in seiner Clique allein war. 2024 hörte er zum ersten Mal „Funken“ von Baugruppe 90, und ab da war die Richtung klar: Groove Techno und Hardgroove. Den letzten Schubs gab ein Set, das er während des ADE 2025 spontan aufnahm. Es war sein erster Post. Der Name ist eine kleine Verbeugung vor Fred again.., ziemlich random mit einem Freund entstanden. Die Idee dahinter ist ihm ernst: das Gefühl der besten Abende mit Freunden in den Club holen, ohne etwas zu erzwingen. Als Nächstes will anotherfred eigene Tracks produzieren und sie selbst auf die Tanzfläche bringen.